Begreife Wert als das, wofür Kundinnen und Kunden wirklich zahlen, und identifiziere Verschwendung wie Wartezeiten, unnötige Übergaben, Überarbeitung und ständige Unterbrechungen. Ein fließender Prozess reduziert diese Reibung systematisch. In kleinen Teams sind die Rollen oft vereint, deshalb braucht es besonders klare Schritte, minimale Übergaben und sofortige Rückkopplung. So wächst die Liefertreue, und dein Kalender spiegelt das wider.
Schnappe dir Haftnotizen oder ein digitales Whiteboard, notiere alle Schritte vom Erstkontakt bis zur Lieferung, und erfasse für jeden Schritt Bearbeitungszeit, Wartezeit und Blocker. Zeichne Pfeile für Übergaben und Feedback-Schleifen. Übertreibe nicht mit Details; ein rauer Entwurf in dreißig Minuten reicht, um die größten Engpässe zu erkennen. Ergänze anschließend Fakten, damit die Karte Realität abbildet, nicht Wunschdenken.
Konzentriere dich auf wenige Kennzahlen: Durchlaufzeit vom Start bis zur Lieferung, aktive Bearbeitungszeit, Work in Progress, Blocker-Dauer, sowie Flow Efficiency als Verhältnis von aktiver Arbeit zu Gesamtzeit. Diese Werte zeigen klar, wo Verzögerungen entstehen. In kleinsten Teams ist Datenpflege nur tragfähig, wenn sie leicht ist, deshalb sammelst du sie direkt dort, wo du arbeitest, ohne zusätzliche Toolschlacht.
Ein A3-Blatt, Haftnotizen und ein fetter Stift sind oft unschlagbar. Du zeichnest, verschiebst, fotografierst und bist fertig. Besonders bei Workshops zu zweit oder allein entsteht so Spontaneität und Tiefe. Ergänze kleine Farbcodes für Blockerarten, markiere Wartezeiten deutlich, und schreibe Zeiten groß. Der geringe Aufwand senkt die Hürde, die Karte regelmäßig zu aktualisieren, was letztlich die entscheidende Erfolgsvoraussetzung darstellt.
Nutze ein leichtes Whiteboard-Tool, speichere eine Vorlage mit Schritten, Kennzahlenfeldern und Symbollegende, und verlinke die Karte prominent im Hauptprojekt. Kommentare ermöglichen Fragen ohne Meeting, und Versionierung zeigt die Entwicklung. Kopple Boards mit deinem Task-Tool, damit Statuswechsel automatisch Spuren hinterlassen. So bleibt dein Wertstrom aktuell, während du arbeitest, nicht danach. Das verhindert, dass wichtige Erkenntnisse auf To-do-Listen verschwinden und nie in Verhalten übergehen.
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